Struktur der Sekundarstufe II
Die Strukturen der Berufsbildung sind seit einigen Jahren in Bewegung. BERUFSBILDUNGSPROJEKTE hat im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT Modellversuche zu Basislehrjahren in der Informatik begleitet und in diesem Zusammenhang Grundlagen zur Entwicklung und zur Gestaltung von vergleichbaren Modellen erarbeitet: Berufslehren, bei denen vorerst in Schulen und Werkstätten Grundlagen vermittelt werden, bevor die Lernenden dann im Lehrbetrieb ("on the job") weiter lernen.
In der Schweiz ist die Berufslehre die übliche Form der beruflichen Grundbildung. Daneben gibt es in wachsender Zahl alternative Formen, bei denen die Schule im Zentrum steht, nicht der Betrieb. Man spricht deshalb von schuldominierten Formen. Im Zusammenhang mit der Diskussion um ein neues Berufsbildungsgesetz wurde eine Trennung zwischen diesen beiden Formen diskutiert. BERUFSBILDUNGSPROJEKTE hatte den Auftrag, Grundlagen zu erarbeiten und den Kontakt zwischen Personen zu fördern, die sich mit schuldominierten Formen befassen.
Aufbauend auf Arbeiten zur Gestaltung der Berufsbildung für schwache Jugendliche wurde untersucht, wie die Attraktivität der Berufsbildung für leistungsstarke Jugendliche gefördert werden kann. In diesem Zusammenhang arbeitete BERUFSBILDUNGSPROJEKTE auch am internationalen Projekt EURO-BAC mit, das eine kontrollierte und koordinierte Öffnung des Zugangs von Berufsleuten in die universitären Hochschulen zum Ziel hatte.
Die berufliche Grundbildung ist Teil der Sekundarstufe II. BERUFSBILDUNGSPROJEKTE wurde von Bund und Kantonen mit der Leitung einer Arbeitsgruppe beauftragt, die zum Ziel hatte, die gesamtheitliche Betrachtung der Sekundarstufe II zu fördern.
Im Zusammenhang mit der Verknappung der Lehrstellen und den Diskussionen um die Fähigkeiten der Schulabgängerinnen und -abgänger wurde der Übergang von der Volksschule zur Sekundarstufe II zu einem rege diskutierten Thema mit einer überaus grossen Zahl von Reformmassnahmen: zum Beispiel die Neugestaltung des 9. Schuljahrs, die Einrichtung von Brückenangeboten und Coaching-Strukturen und die Überprüfung der ersten Phase der beruflichen Grundbildung. Die Schweizerische Erziehungsdirektoren-Konferenz lancierte deshalb das Projekt "Nahtstelle I", in dessen Rahmen BERUFSBILDUNGSPROJEKTE wesentliche Aufgaben übernimmt.

